Interview mit dem Leiter des Circus Francesco Rieger
Bild von den bunten Wagen des Zirkus

„Der Zirkus ist grundsätzlich eine elternfreie Zone.“

Frage: Wie kam der Circus Francesco Rieger zu seinem markanten Namen? Und wann und warum wurde er gegründet?

K.-H. R.: Herr Rieger Senior war schon immer ein begeisterter Zirkus-Fan und da lag es nahe, den eigenen Zirkus im Möbelhaus nach ihm zu benennen. Man verwendete einfach den italienischen Namen von Franz. Das war die Geburtsstunde von Circus Francesco Rieger, welcher inzwischen 11-jähriges Bestehen feiert.

Frage: Warum gibt es nicht in jedem Rieger Möbelhaus einen Zirkus?

J. K.: Die Idee einen ständigen Zirkus im Möbelhaus zu integrieren kam erst bei der Planung des Erlebnismöbelhauses in Esslingen. Mit den Zirkussen im Rahmen unseres jährlichen Ferienfestivals in den Sommerferien hatte man schon sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Mit einem Zirkus diese außergewöhnliche Kinderbetreuung zu etablieren, war eine geniale Idee.

Mit einem Zirkus diese außergewöhnliche Kinderbetreuung zu etablieren war, eine geniale Idee.

– Jacques Kanceljak, Geschäftsführer

Frage: Artisten leben ja bekanntlich gefährlich – verletzen sich nicht ständig Kinder bei Ihnen? Sind Sie für solche Fälle denn versichert?

K.-H. R.: Wir arbeiten mit vielen Requisiten im Zirkus und hier heißt es immer besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen und eine gute Aufsichtspflicht durchzuführen. Im Bereich Unfallverhütung sind unsere Mitarbeiter geschult. Unsere Gerätschaften werden von uns selbst regelmäßig gewartet und kontrolliert. Einmal jährlich wird die gesamte Zirkus-Anlage vom TÜV überprüft. 

Kleine Unfälle, wie Prellungen, kommen ein paar Mal im Jahr vor. Wir können jedoch sagen, dass nach bereits 10 Jahren Circus Francesco - und das bedeutet mehr als 20.000 Kinder, die uns pro Jahr besuchten - wir Gott sei Dank nur wenige Verletzte beklagen mussten. In der gesamten Zeit kann ich mich nur an 2 Armbrüche erinnern. 

Bei Unfällen haben wir eine spezielle Haftpflichtversicherung, welche die Kosten bei Verletzungen übernimmt, die nicht über die Krankenversicherung der Eltern abgedeckt sind. 

Frage: Die Altersobergrenze der Zirkus-Kinderbetreuung liegt bei 12 Jahren, die Untergrenze bei 4 Jahren – führt das bei den älteren/jüngeren Kindern nicht oft zu Unmut?

J. K.: Die Altersuntergrenze von 4 Jahren führt ab und an zu Unverständnis bei Eltern. Nach Aufklärung über die Gründe verstehen viele Eltern jedoch unsere Entscheidung. Unsere Erfahrung zeigt auch immer wieder, dass das Angebot nicht für Kinder unter 4 Jahren geeignet ist. Immer wieder versuchen Eltern jedoch durch falsche Geburtsangaben, ihre Kinder im Zirkus abzugeben. Dies erkennen wir schon bei der Anmeldung oder spätestens im Spielbereich, wenn die Kinder nicht zurechtkommen. Mit den älteren Kindern haben wir keine Probleme. Sie sind oft Begleiter ihrer jüngeren Geschwister und hier machen wir vereinzelt Ausnahmen.

Frage: Wie oft müssen Sie Eltern in der Manege bremsen?

K.-H. R.: Der Zirkus ist grundsätzlich eine elternfreie Zone. Bei allgemeinen Zirkusvorstellungen und bei den Abschlussvorstellungen sind Eltern herzlich willkommen. Ab und zu kommt es vor, dass Eltern mal etwas ausprobieren wollen. Hier machen wir dann eine Ausnahme und freuen uns über das Interesse am Zirkus. Ansonsten sind die Eltern immer von unserem Zirkus begeistert und hätten so was gerne als Kind auch genossen.

Die Eltern sind immer von unserem Zirkus begeistert und hätten so was gerne als Kind auch genossen.

– Karl-Heinz Ramminger, Leiter des Circus Francesco Rieger

Frage: Kommt es vor, dass Sie Ausnahmetalente entdecken? Raten Sie dann den Eltern dieses zu fördern?

J. K.: Immer wieder kommen Kinder, mit besonderer Kompetenz, Freude und Interesse am Zirkus. Einmal können sie bei uns viel lernen und zum anderen verweisen wir sie bei größerem Interesse an umliegende Kinder-Zirkusse in der Region.

Frage: Was machen Sie mit weniger begabten Kindern, um sie nicht zu demotivieren?

K.-H. R..: In erster Linie soll es ja um Spaß gehen. Der Zirkus ist so vielseitig, sodass es viele Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kinder gibt. Zusätzlich haben wir einen Freispielbereich mit Tischfußball, Bastelecke oder Trampolin, in dem sich Kinder ohne Zirkus-Aktivitäten beschäftigen können. 

Zusätzlich haben wir einen Freispielbereich mit Tischfußball, Bastelecke oder Trampolin, in dem sich Kinder ohne Zirkus-Aktivitäten beschäftigen können.

– Karl-Heinz Ramminger, Leiter des Circus Francesco Rieger
Zirkuseingang

Frage: Würden Sie lieber in einem echten Zirkus arbeiten? Was wäre Ihre Lieblings-„Rolle“? 

K.-H. R.: Ich bin sehr gerne beim Circus Francesco Rieger und möchte nicht mit einem echten Zirkus tauschen. Die Arbeit mit Kindern macht sehr viel Freude und ich bringe sie gerne zum Lachen. Aus diesem Grund trete ich sehr gerne als Clown und als Zirkus-Direktor auf.

Die Arbeit mit Kindern macht sehr viel Freude und ich bringe sie gerne zum Lachen.

– Karl-Heinz Ramminger, Leiter des Circus Francesco Rieger

Frage: Sind Ihre BetreuerInnen alle „echte ArtistInnen“? Werben Sie KünstlerInnen von „echten Zirkussen“ ab?

J. K.: Sehr viele Betreuer kommen aus Kinder- und Jugend-Zirkussen und treten mit ihren Fähigkeiten einmal im Circus Francesco Rieger und auch an anderen Veranstaltungen auf. Von dieser Seite haben wir schon mal echte Artisten. Zum anderen bringen sich die restlichen Kollegen, die aus einem reinen Pädagogik-Beruf kommen, die Zirkus-Disziplinen selbst bei, sodass auch sie im Circus Francesco Rieger und bei anderen Veranstaltungen auftreten können. Daher kann ich stolz sagen: Wir haben „echte Artisten“. 

Wir werben von anderen Zirkussen keine KünstlerInnen ab. Bei diesen Artisten steht der Auftritt im Vordergrund. Bei unserer Arbeit geht es vielmehr um die Betreuung der Kinder.

Wir werben von anderen Zirkussen keine KünstlerInnen ab. Bei diesen Artisten steht der Auftritt im Vordergrund. Bei unserer Arbeit geht es vielmehr um die Betreuung der Kinder.

– Jacques Kanceljak, Geschäftsführer

Frage: Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?

K.-H. R.: Gemeinsam mit den Mitarbeitern, die Kinder im Zirkus glücklich zu machen. 

Detailansicht Circus Francesco Rieger

Bildnachweise:    

Alle Bilder © Möbel Rieger GmbH & Co. KG 

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